Dominierender Helmtypus des Frühmittelalters war der konische Spangenhelm, der sowohl bei Römern und Byzantinern als auch bei den germanischen Völkern rege Verbreitung fand. Dieser Helm bestand aus 3–6 durch einen Stirnreif fixierten Metallbügeln. Die Lücken zwischen Stirnreif und Metallbügeln wurden mit Metallplatten verschlossen. Spangenhelme verfügten oft über Wangenklappen und einen Nackenschutz.
In Skandinavien und im angelsächsischen Umfeld wurden sogenannte nordische Kammhelme verwendet, die zum Teil mit einer Brille, einem Gesichtsschutz aus Kettengeflecht oder einer anthropomorphen Maske versehen waren.
Der Spätrömische Kammhelm (eng. Ridge Helmet) wurde aus zwei oder mehreren Segmenten zusammengenietet.
Der Nasalhelm des frühen Mittelalters verfügte über ein Nasenstück (Nasal), welches manchmal zum unteren Ende zunehmend breiter wird. Die Helmglocke läuft spitz zu, wodurch der Schutzeffekt erhöht wird.
Der Gjermundbu-Spangenhelm mit Gesichtsmaske wird gern als Brillenhelm bezeichnet und verfügte höchstwahrscheinlich über eine Brünne (Nackenschutz aus Kettengeflecht). Dieser Brillenhelm ist der einzige belegbar wikingerzeitliche Fund.
Andere frühmittelalterliche Brillenhelme sind vendelzeitlich oder angelsächsisch einzuordnen und somit gut 200 Jahre älter, als der Gjermundbu-Fund. Wir bieten den Helm in diversen Interpretations-Varianten mit und ohne ohne Brünne an.
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